Entstehungsgeschichte

Erfahren Sie mehr über unsere Entstehung

Viele Jahre mussten die Jugendlichen in Groß-Zimmern mit einer Übergangslösung hinsichtlich der Schaffung von Räumen für die Jugend leben. Über 10 Jahre war der Jugendtreff in einem 48 m² großem Raum im Rathaus untergebracht. Heute ist dies Gott sei Dank Vergangenheit. Seit 2002 gibt es ein neues Jugendzentrum am Festplatz.

 

 

Das Jugendzentrum

Die Gemeinde Groß - Zimmern betreibt seit vielen Jahren Jugendarbeit. Die verschiedenen Aktivitäten waren in den verschiedensten Gebäuden untergebracht. So gab es einen Jugendraum in der alten Friedensschule, danach im „Glöckelchen" und schließlich im neuen Rathaus einen Raum im Erdgeschoss. Alle diese Räume wurden stets gut genutzt. Allen Beteiligten war stets klar, dass diese Räumlichkeiten eine „Übergangslösung" darstellten.

 

Entstehung

Schnell war man sich einig, dass die Schaffung eines Hauses für die Jugend politisch vorangetrieben werden muss. Verschiedene Überlegungen und Planungen führten lange nicht zum Ziel, da der Bau eines Jugendzentrums natürlich mit erheblichen Investitionen verbunden ist. Eine Gemeinde ist gehalten vorsichtig mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln umzugehen. Der Gedanke und die Einsicht in die Notwendigkeit eines solchen Hauses ließ die Politik nicht los.

1998 begann man dann in konkreter werdende Planungen einzusteigen.

25 Jugendliche fuhren gemeinsam mit dem Jugendpfleger ins Kreisjugendheim Ernsthofen, um dort zu planen, welche Bedürfnisse ein Jugendzentrum erfüllen müsse und kamen mit einem Raumkonzept zurück, in dem die Wünsche der Jugendlichen verwirklicht waren. Zum erstaunen vieler Fachleute enthielt der Plan nichts, was einem Luftschloss ähnlich war.

 

Die Jugendlichen waren sich einig, dass sie über die Planungen hinaus einen Anteil Eigenleistung zur Erstellung des Jugendzentrums einbringen wollten. Dies wurde den Planern mit auf den Weg gegeben.

 

Fünf Architekturbüros machten sich in Kenntnis des Raumkonzepts der Jugendlichen an verschiedene Entwürfe eines Jugendzentrums. Es kamen sehr gute Planungen dabei heraus. Das „Rennen" machte das Architekturbüro „Konzept 2" mit den Architekten Lortz und Rügenhagen. Ihr Plan kam den Vorstellungen der Jugendlichen am nächsten. Sie hatten in die Planungen den Arbeitsanteil der Jugendlichen gleich mit einbezogen und hatten ihnen einen erheblichen Teil der Arbeiten im Innenbereich zugedacht.

 

Die Bauphase dauerte dann ca. ein halbes Jahr. Vor den Augen der Jugendlichen entstand Schritt für Schritt ihr Jugendzentrum. Der Bauplatz am Festplatz hinter der Feuerwehr war mit Bedacht gewählt worden und hat sich aufgrund der Nähe zu den Schulen in der Zwischenzeit bereits sehr bewährt. Hatten einige Erwachsene noch kritisch geschaut, als sie den Eigenanteil der Jugendlichen in der Theorie sahen, so waren sie am Tage der Eröffnung schwer erstaunt, wozu man Jugendliche auch heute noch motivieren kann, wenn man ihnen ein Ziel vor Augen führt. Sie erfuhren während der Festreden, dass innerhalb von vier Wochen 49 Jugendliche ca. 800 Stunden Arbeit in die Gestaltung der Räumlichkeiten gesteckt hatten. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, wie allgemein bescheinigt wurde.

 

Unser Jugendzentrum hat eine Grundfläche von 430 m² und ist in verschiedene Funktionsräume aufgeteilt. Wir besitzen einen großen Veranstaltungsraum, einen Kursraum, zwei Gruppenräume, einen Musikraum, ein Kiosk und einen Raum für die „Betreuende Grundschule" der Schule im Angelgarten. Vor diesem räumlichen Hintergrund lässt sich eine vielfältige Kinder- und Jugendarbeit verwirklichen. Das Jugendzentrum wird wöchentlich in Spitzenzeiten von ca. 300 - 350  Kindern und Jugendlichen genutzt.