Osterferien bei der Feuerwehr

23.04.2018

In Kooperation mit der örtlichen freiwilligen Feuerwehr trafen sich rund 20 Kinder, um an den Feuerwehr-Ferienspielen, die sich in Nachbarschaft zur ausrichtenden Kinder- und Jugendförderung befindet, teilzunehmen. Am 1. Tag wurde das Gerätehaus besucht, wo drei Feuerwehrkameraden (Martin Fritsch, Thomas Heine und Dominik Faulhaber) die Fahrzeuge und das Thema Atemschutz vorstellten. Die Kinder begleitet von 4 Teamern der örtlichen Kinder- und Jugendförderung waren beeindruckt, welches enorme Spektrum an Ausstattung die Feuerwehr besitzt. Am Dienstag widmete man sich dem Vorgehen zur Brandbekämpfung, hier lernten die Sechs- bis Zwölfjährigen, wie ein einfacher Löschangriff abläuft. Auch das richtige Verlegen von Schlauchleitungen wurde geübt. Spielerisch in Form einer vom Jugendzentrum erarbeiteten „Olympiade“ konnten die Kinder ihr Können in Bezug auf feuerwehrtechnische Aufgaben beweisen. Die Grundaufgaben der Feuerwehr waren Thema am Mittwoch, hierzu wurden zahlreiche Szenarien simuliert und durch die Kinder entschieden, ob ein Einsatz der Feuerwehr notwendig wäre, welche Informationen in diesen Fällen bei einem Notruf relevant sind und besprochen, welche Maßnahmen die Feuerwehr wirklich zu treffen hätte. Der Umgang mit einem automatisierten externen Defibrillator (kurz AED) war einigen Kindern noch aus der letzten Blaulicht-Ferienspielwoche bekannt. Um die im wahrsten Sinne des Wortes kinderleichte Anwendung sicherer zu machen, wurden die Kenntnisse über Verwendungszweck und Nutzen unter Anleitung eines Feuerwehrsanitäters verfeinert. Für die Kinder wurden verschiedene Brandszenarien aufgebaut, um die Vorgehensweise bei verschiedenen Löschangriffen vor Augen zu führen. Der Donnerstag krönte die Woche durch die Demonstration der hydraulischen Rettungsgeräte, mit denen die Feuerwehr beispielsweise bei schweren Verkehrsunfällen eingeklemmte Personen aus ihren Fahrzeugen befreit. Nachdem vor den Augen der Kinder armdicke Stahlstangen zerdrückt und mühelos durchtrennt wurden, galt es, einen mehrere Tonnen schweren Kleintransporter anzuheben. Große Hebekissen, die zur Ausstattung der Feuerwehr gehören, wurden mit Druckluft gefüllt. Funkelnde Augen und strahlende Gesichter gab es, als die Reifen des Übungsobjekts schließlich den Kontakt zum Boden verloren und das Fahrzeug von den Rettungsgeräten getragen wurde. Später wurde das Gebäude der Kinder- und Jugendförderung verraucht, um die Funktion einer Brandmeldeanlage zu zeigen, außerdem wurde erklärt, wie die Feuerwehr unter „Nullsicht“ Menschen schnell aufspüren kann. Anschließend wurde das Gebäude mit einem großen Belüftungsgerät vom Rauch befreit, welches jeder Teilnehmer einmal selbst bedienen konnte.

Alle Kinder waren zum Ende der Woche begeistert und waren der Meinung, viel dazu gelernt zu haben. Auch die Feuerwehrmänner Fritsch, Heine und Faulhaber zeigten sich zufrieden über das nicht abreißend große Interesse. Die beiden Teamer Nico Wreesmann und Gero Sterzik, welche der freiwilligen Feuerwehren beider Ortsteile angehören, unterstützen diese und hatten Teile der Ausbildung selbst erarbeitet und übernommen. „Das Ziel der Feuerwehr ist es nicht nur, anfallende Einsätze möglichst gut abzuarbeiten – sie sieht sich genauso zur präventiven Arbeit verpflichtet, um gezielt das Ausmaß von Schadensereignissen im Entstehen durch schnelles Eingreifen der Bürger zu reduzieren oder sie sogar ganz zu vermeiden“, so Sterzik.

Abschließend bedankt sich das gesamte Team der Kinder- und Jugendförderung Groß-Zimmern bei den Freiwilligen für ihr sehr gründliches und geduldiges Angebot, sowie die langjährige unkomplizierte Zusammenarbeit beider Einrichtungen der Gemeinde Groß-Zimmern.